GM-Hütte: Solarstrom vom Werkstattdach

Ein Blick auf die neue und mittlerweile vierte Photovoltaikanlage der AWIGO. Foto: P. Weber/AWIGO.

 

Vierte Photovoltaikanlage der AWIGO soll zukünftig Stromtankstelle speisen

Georgsmarienhütte. Seit ein paar Wochen hat die AWIGO GmbH ihre mittlerweile vierte Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Sie produziert fleißig Strom – allein über das sonnige Osterwochenende kamen mehr als 830 kWh zusammen. Die regenerativ erzeugte Energie soll bald nicht nur Teile des Strombedarfs der Werkstatt decken, sondern auch eine Stromtankstelle für E-Nutzfahrzeuge im Fuhrpark der AWIGO-Unternehmensgruppe speisen. Der erste Lkw mit elektrischem Aufbau wurde bereits bestellt.

„Es freut mich, dass die AWIGO-Gruppe mit den neuen Investitionen wichtige Beiträge für den regionalen Klimaschutz leistet und ganz im Sinne unserer Klimaschutzziele zukunftsorientiert handelt“, sagt Landrat Michael Lübbersmann.

Die neue Anlage mit einer Leistung von 40 kWp (Kilowatt peak) befindet sich auf dem Dach der Werkstatthalle am AWIGO-Hauptstandort in Georgsmarienhütte. „Die Solarmodule erzeugen jährlich etwa 31.000 kWh Strom aus Sonnenenergie, wovon bereits etwa 14.000 kWh direkt vor Ort durch die Werkstatt genutzt und nicht in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden“, berichtet AWIGO-Geschäftsführer Christian Niehaves. Das sei nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

In die neue Anlage auf der Werkstatthalle investierte die AWIGO rund 45.000 Euro. Durch die regenerative Stromerzeugung lassen sich jährlich etwa 22 Tonnen CO2 einsparen. Insgesamt, also zusammen mit den weiteren drei Photovoltaikanlagen auf den Recyclinghöfen in Ankum, Melle und Ostercappeln, werden bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft mittlerweile rund 137.000 kWh Solarstrom pro Jahr produziert. Das entspricht umgerechnet einem Jahresbedarf von etwa 34 Einfamilienhaushalten. Die Nutzung dieser erneuerbaren Energien spart jährlich rund 96 Tonnen CO2 ein.

Die nicht von der Werkstatt benötigten Kilowattstunden würden momentan noch in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Langfristig sei aber eine Änderung hin zu mehr Eigenverbrauch geplant, wie Niehaves weiter ausführt: „Neben der Werkstatthalle soll noch eine Stromtankstelle für den Elektro-Fuhrpark entstehen. Fakt ist, dass sich unsere Fahrzeugflotte zukünftig verändern wird – weg von der konventionellen Antriebstechnologie mit Dieselkraftstoff hin zu alternativen umweltschonenden Antriebsmodellen. Darauf bereiten wir uns mit der Stromtankstelle schon vor. Außerdem haben wir mit der Bestellung eines neuen Sammelfahrzeugs einen ersten konkreten Schritt in diese Richtung gemacht.“

Damit weist der AWIGO-Geschäftsführer auf die unlängst ausgelöste Bestellung eines neuen Fahrzeugs hin. Die AWIGO LOGISTIK GmbH, gemeinsames Tochterunternehmen von der AWIGO und REMONDIS, Region Nord, investierte rund 275.000 Euro, um ab Frühjahr 2020 den ersten Lkw mit rein elektrischem Aufbau in der Sperrmüllsammlung einzusetzen. Das heißt, für die Bedienung des Pressschilds im Fahrzeug wird kein Dieselkraftstoff mehr verbraucht. Das Fahrgestell hingegen wird weiterhin noch mit Dieselantrieb bewegt. Hier lägen noch keine alltagstauglichen Modelle für die Müllabfuhr im Landkreis vor, gibt Niehaves an. „Wir testen seit Jahren immer wieder neue Modelle im Tagesgeschäft und werden uns auch weiterhin intensiv mit der Einbindung umweltschonender Antriebsmodelle in unseren Fuhrpark auseinandersetzen. Warten wir ab, wie schnell weitere Modelle auf das Sperrmüllfahrzeug mit elektrischem Aufbau folgen werden.“

 

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