Neuer Rundwanderweg im Versmolder Bruch

Foto: Stadt Versmold
v.l. Wandermarkierer Ralf Häusler und Stadtmarketingbeauftragte Martina Janßen laden auf eine gemütliche Wanderung ein

Mit dem Förderprojekt „Zukunftsfit wandern“, des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) wurde der erste Rundwanderweg in Versmold entwickelt und finanziert. Der Kiwittsheider Rundweg ist seit November komplett ausgeschildert. Mit der neu aufgestellten Informationstafel, die seit Mitte März an der Wiesenstraße zu Beginn des Bruchs steht, ist der Wanderweg nun komplett.

Bisher gab es in Versmold nur Streckenwanderwege, d.h. dass der Wanderer den gleichen Hin- und Rückweg zurücklegt oder sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Ausgangspunkt zurück bringen lässt. Einzige Ausnahme ist der interkommunale Wanderweg „Weg für Genießer“, der über 94 km durch fünf Orte im Kreis Gütersloh führt.

Insgesamt 16,2 Kilometer ist der Kiwittsheider Rundweg lang, leicht begehbar und steigungsfrei. Innerhalb des Weges liegt die Schleife des Naturlehrpfades – geht man diese nur nördlich oder südlich verkürzt sich der Weg auf 13 km. Entlang der Strecke genießt der Wanderer eine schöne, abwechslungsreiche Natur im drittgrößten Feuchtwiesenschutzgebiet des Kreises. Die ausgedehnten Wiesen- und Weideflächen zwischen den Bächen Ziegenbach, Hessel und Aabach sind idealer Lebensraum für seltene Wiesenvögel. Das Beobachtungsplateau an der Wiesenstraße ermöglicht den Blick auf bedrohte Vogelarten und das Storchennest.

Benannt ist der Weg nach der Vogelart Kiebitz, die im Volksmund auch Kiwitt genannt wird, wegen seiner Rufe, die wie „Kiwitt Kiwitt“ klingen. Auf dem Markierungszeichen ist daher auch der Vogel in weiß auf rotem Untergrund zu sehen. In beide Richtungen ist der Weg mit diesem Zeichen lückenlos markiert.

Dass der Kiwittsheider Weg in Schuss bleibt und keine Schilder fehlen, darum kümmert sich der Bauhof der Stadt Versmold. Ralf Häusler hatte den Weg zu Beginn des Projektes vorgeschlagen. Im Rahmen des Projektes hat er ein spezielle Fortbildung als Wandermarkierer gemacht und pflegt den Weg auch in Zukunft. Ruhebänke bietet der Weg kaum, doch die Möglichkeit zur Rast: Der Weg startet und endet im Zentrum von Versmold an der Wiesenstraße, wo sich viele gastronomische Betriebe befinden. Von Eis über Kuchen oder wer es herzhaft mag Pizza und Pommes werden angeboten. Wer unterwegs einkehren möchte, muss etwa einen Kilometer Umweg in Kauf nehmen, auf dem Weg zu Edith Müllers Altes Backhaus in der Lange Straße 20.

Betreut wurde das Projekt von der Pro Wirtschaft GT mit dem Ziel, dass die Kommunen im Kreis nicht nur als Rad-, sondern auch als Wanderdestinationen wahrgenommen werden. 35 neue Rundwanderwege sind im Kreisgebiet frisch ausgeschildet und in der neuen Übersichtkarte „Ziehen Sie doch mal wieder Kreise - Wanderrouten im Kreis Gütersloh“, verzeichnet. Auf Grund der aktuellen Situation kann die Karte nur per Post versendet werden. Das kommende Frühjahr bietet die beste Möglichkeit, auf den Wanderungen neue Seiten im Kreis zu entdecken. Neben Natur pur kann der Wanderer auch Fachwerkromantik, Schlösser und Klöster erleben. Bis zum 19. April ist es laut dem Erlass des Landes nur zwei Personen oder mehr Personen, die zusammen in einem Haushalt leben, erlaubt sich im öffentlichen Raum aufzuhalten. Familien dürfen aber gerne das Angebot nutzen, sich draußen auf neuen Routen zu bewegen.

Für Versmold hat die Stadtverwaltung außerdem eine neue Karte aufgelegt, „Versmold immer einen Besuch wert“. Der Flyer mit Übersichtsplan informiert kompakt über Freizeitmöglichkeiten im Stadtgebiet. Aktuell kann der Flyer nur per Post versendet werden, eine Abholung im Rathaus ist nicht möglich. Anfragen sind an Martina Janßen, Stadtmarketing, zu richten: martina.janssen@versmold.de.

Weitere Infos unter www.versmold.de

 

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